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Engagierte der Weltkirche tauschen sich über ihre Projekte aus

Weltbrückentag beschäftigt sich mit dem Vernetzen von guten Ideen

PNP-Bild

Chancen für weltkirchliche Begegnung gibt es nicht nur dann, wenn man den Blick in die Ferne richtet, sondern auch vor der eigenen Haustür. Das machte Pater Joseph Amalraj (Mitte), der aus Indien kommt und in Schöllnach arbeitet, deutlich. Auch Referatsmitarbeiterin Dr. Stefanie Kainzbauer und Domkapitular Manfred Ertl nutzten die Gelegenheit zum Gespräch mit dem sympathischen Austauschpriester.    Foto: Osdarty

Von Barbara Osdarty

Wer glaubt ist nie allein – diese Hoffnung gibt Bischof Wilhelm Schraml den Menschen im Bistum immer wieder gern mit auf den Weg. Dass Gemeinschaft dabei auf ganz vielen Ebenen stattfinden kann, zeigte sich eindrucksvoll beim ersten weltkirchlichen Brückentag, zu dem das Referat für Mission und Weltkirche der Diözese Passau am Samstag eingeladen hatte.

In fast allen Pfarreien im Bistum engagieren sich das ganze Jahr über ehrenamtliche Mitarbeiter für Projekte, die Verbindungen mit denen schaffen, die uns sowohl geographisch als auch kulturell doch sehr fern sind. Doch damit solche Brücken halten, braucht es stabile Netzwerke hier bei uns.

Gerade in kleineren Gemeinden sind viele Aktionen nicht zu schaffen, weil Mitarbeiter, Geld oder die entsprechenden Kontakte fehlen – gemeinsam mit anderen könnten zahlreiche vorhandene Ideen jedoch verwirklicht werden. Weil Domkapitular Manfred Ertl, Referent Carmelo Ramirez und die theologische Mitarbeiterin im Referat, Dr. Stefanie Kainzbauer, das erkannt haben, war es ihr Ziel, ein Forum zu schaffen, das allen weltkirchlich Engagierten die Möglichkeit gibt, sich kennen zu lernen, Erfahrungen auszutauschen und sich miteinander zu vernetzen.

 Der Weltbrückentag richtete sich an alle, die ehrenamtlich oder hauptamtlich im Sachausschuss Mission-Entwicklung-Frieden ihrer Heimatpfarrei oder in einem Weltladen tätig sind, daneben auch an Ordensleute, Lehrer und junge Menschen, die gerne über die Grenzen blicken, und zwar nicht nur die ihrer Pfarrgemeinde, sondern auch ihres Landes oder Kontinents.

Rund 50 Teilnehmer folgten der Einladung und bewiesen nicht nur großes Interesse, sondern auch großen Ideenreichtum. Der Vormittag diente dabei vor allem der Information. Zunächst ging es darum herauszufinden, wer wo bereits welche Projekte verwirklicht, wo Vernetzung möglich wäre und wie das Referat die einzelnen Pfarreien unterstützen könnte. Danach wurden an fünf Informationsständen verschiedenste Facetten weltkirchlichen Engagements präsentiert.

Am Nachmittag ging es dann darum auszuloten, inwieweit das Gehörte vielleicht auch in der eigenen Pfarrei Eingang finden könnte und konkrete Projekte für die Zukunft zu planen. Domkapitular Manfred Ertl war begeistert zu sehen, mit wie viel Herzblut die Teilnehmer ans Werk gingen.

Im Laufe des Tages kristallisierte sich heraus, dass mehr solche gemeinsame Tage gewünscht werden und dass daraus eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit entstehen könnte.